Lieder

Texte und Noten für die Lieder der CD "Das blaue Wunder" sind hier zu finden. 

 

 

Wer nur die Texte braucht, kann sie hier finden:

 

( 1 )             DU BIST MITTEN UNTER UNS

 

 

 

1.             Du bist mitten unter uns, wenn wir dich feiern.

 

            Du bist mitten unter uns in Brot und Wein,

 

            Du, der Größte unter allen den Befreiern.

 

            Wenn wir dich aufnehmen heißt das Selig-Sein.

 

 

 

            Du bist mitten unter uns in deinen Worten.

 

            Du bist mitten unter uns, wenn du jetzt sprichst.

 

            Du bist bei uns überall, an allen Orten,

 

            wenn du durch dein Wort in unsern Alltag brichst.

 

 

 

2.             Du bist mitten unter uns, wo wir uns sammeln.

 

            Du bist mitten unter uns sind wir zu zweit.

 

Wenn wir deinen Namen auch verschieden stammeln,
strahlt durch deine Kirchen Licht der Ewigkeit.

 

 

 

            Du bist mitten unter uns, wo Menschen leiden.

 

            Du bist mitten unter uns in unserm Tun,

 

            wo wir helfen, heilen und die Sünde meiden,

 

            und wo wir am siebten Tag der Woche ruhn.

 

 

 

3.             Du bist mitten unter uns an allen Tagen.

 

            Du bist mitten unter uns zu jeder Zeit.

 

            Auch wenn Angst und Sorgen in der Welt uns plagen,

 

            führst du uns zum Ziel, in deine Herrlichkeit.

 

 

 

            Du bist mitten in mir drin, wenn ich dir glaube.

 

            Du bist mitten in mir drin durch dein Vertrau’n.

 

            Nehmen wir dich jetzt noch auf in Brot und Traube,

 

            werden wir im Himmel eins mit dir, dich schau’n!

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

 

 

( 2 )            WELTURAUFFÜRHUNG

 

 

 

Alles hat sich gegen Gestern verschworen.

 

Der Morgen beginnt,  ein Tag wird geboren.

 

Das Schauspiel geht los,  der Vorhang fällt:

 

-            Welturaufführung  !  -

 

 

 

1.             Der Mond läßt sich erschöpft in den Sessel fallen.

 

Die Tiere hüpfen aus den Betten.

 

Die Bäume springen auf die Beine.

 

Der Nebel öffnet seinen flauschigweißen Vorhang.

 

Die Sonne läßt ihre Muskeln spielen.

 

 

 

2.             Die Nacht spielt mit dem Tag verstecken.

 

Die Vögel pfeifen den Zuspruch am Morgen.

 

Die Augen ziehen die Rolläden hoch.

 

Der Wind öffnet die Fenster und lüftet.

 

Die Träume lassen ihre Federbetten heraushängen.

 

 

 

3.             Der Bach plätschert mit seinem Orchester leichte Melodien.

 

Die Fliegen treiben Morgengymnastik.

 

Die Blumen reiben sich den Schlaf aus den Augen.

 

Die Wolken fahren sich mit dem Waschlappen durchs Gesicht.

 

Die Wiese kämmt sich ihre verwuschelten Haare.

 

 

 

Alles hat sich gegen Gestern verschworen.

 

Der Morgen beginnt,  ein Tag wird geboren.

 

Das Schauspiel geht los,  der Vorhang fällt:

 

-            Welturaufführung  !  -  /  - und der Tag ist da!

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 3 )             Erzähl mir...

 

 

 

1.             Erzähl mir von deinem Traum,

 

            der Traum, der dein Leben bewegt,

 

            der dich zum Glauben und Handeln anregt,

 

            der dein Leben prägt.

 

 

 

2.             Erzähl mir von deiner Angst,

 

            die Angst, die dich zwingt und bestimmt,

 

            die dich gefangen und in Anspruch nimmt,

 

            die dein Gemüt verstimmt.

 

 

 

3.             Erzähl mir ein gutes Wort,

 

            ein Wort, welches - recht überlegt -

 

            beflügelt und Mut macht und dich täglich trägt,

 

            das deine Seele pflegt.

 

 

 

4.             Erzähl mir von deinem Wunsch,

 

            der Wunsch, der im Herzen liegt,

 

            der dich beseelt, begeistert und besiegt,

 

            der sich an dich schmiegt.

 

 

 

5.             Erzähl mir von deinem Trost,

 

            der Trost, der dich stützt und dich hält,

 

            der neue Kraft gibt, wenn Leid auf dich fällt,

 

            auf festen Grund dich stellt.

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

 

 

 

( 4 )             Gottes Fingerzeige

 

 

 

1.             Ein Wort, das mich im Herz entzückt,

 

ein Blick, der mich mit Liebe glückt,

 

Gebet, dass in mir Ruhe schafft,

 

die Arbeit, und dazu die Kraft…

 

 

 

Kehrvers:            Alles sind Gottes Geschenke,

 

in allem steckt Gottes Denke,

 

- ein Wink mit dem Finger, die spürbare Hand, - ich habe darin Gottes Segnen erkannt.

 

 

 

2.             Der Mensch, der mich von Herzen liebt,

 

das Kind, das mir Vertrauen gibt,

 

Geburt, die neues Leben schenkt,

 

Wort Gottes, das mein Leben lenkt...

 

 

 

3.             Ein Mensch, der mir die Schuld vergibt,

 

mein Herz, das selber gerne liebt,

 

Natur, vom feinsten, stark und zart,

 

Geschöpfe, je nach seiner Art…

 

 

 

4.             Musik, die einfach göttlich klingt,

 

Gesang, der mich zum Jubeln bringt,

 

gesund und fröhlich jeden Tag

 

und Lebenslust, wie ich sie mag…

 

 

 

5.             Die Hand, die streichelt und bewahrt,

 

das Glück, dass in mein Leben trat,

 

und Unglück, durch das Gott mich führt,

 

der Trost, der mich zu Herzen rührt…

 

 

 

6.             Und Jesus, der uns himmlisch stimmt,

 

der uns zu seinen Freunden nimmt,

 

der Gottes Reich uns schenkt und zeigt,

 

in Ewigkeit uns zugeneigt…

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 5 )             TON

 

 

 

Du bist aus rohem Ton geformt,

 

bist nicht gewöhnlich, nicht genormt.

 

Du bist geschaffen in der Werkstatt eines Töpfers.

 

In deinem Ton sieht man die Spuren deines Schöpfers.

 

 

 

1.             Du bist entworfen und geformt von Meisterhand

 

            und musstest dich auf seiner Töpferscheibe drehen.

 

            In seinem Ofen wurdest du danach gebrannt,

 

            doch erst glasiert ließ er dich aus der Werkstatt gehen.

 

            Nicht nur zur Zierde wurdest du von ihm gemacht.

 

            Du sollst auch sicher eine Aufgabe erfüllen.

 

            Du bist bestimmt nicht ohne Sinn und Zweck erdacht,

 

            und dennoch musst du nicht dein Äußeres verhüllen.

 

 

 

2.             Du bist echt einzigartig und ganz wunderschön,

 

            wie jede Arbeit aus den Händen deines Schöpfers.

 

            Man kann an dir so manche zarte Seite sehn

 

            und auch die typisch liebevolle Art des Töpfers.

 

            Bei deinem Töpfer gibt es keine zweite Wahl,

 

            denn auch die krummen Formen haben schöne Seiten.

 

            Die kleinen Macken gibt's bei jeder Arbeit ohne Zahl.

 

            Was wir verformt empfinden sind nur Seltenheiten.

 

 

 

3.             Es kann gut sein, dass du mal kleine Risse kriegst,

 

            und auch dein Aussehn könnte irgendwann veralten.

 

            Vielleicht passiert es dir, dass du einmal zerbrichst,

 

            dann ist die Frage, ob die Scherben Wert behalten?

 

            Du bist nicht mehr als nur bearbeiteter Lehm,

 

            und ohne Töpfer wärst du jetzt noch blanke Erde.

 

            Deshalb sollst du dein Leben als Geschenk verstehn.

 

Du kannst erst leben, seit dein Schöpfer sprach: „Es werde!“

 

 

 

Martin Becker

 

 

( 6 )             Das blaue Wunder

 

 

 

1.                   Gott hat bei mir heut große Wäsche.

 

Er reinigt nicht nur äußerlich.

 

Er selbst springt für mich in die Bresche.

 

Er setzt sich total ein für mich.

 

Ich ahne, was er für mich tut.

 

Dies blaue Wunder tut mir gut.

 

 

 

2.                   Ich bin es leid, mein altes Leben;

 

Ich fang mit Gott von vorne an.

 

Gott will die Sünde mir vergeben.

 

Er wäscht mich rein, weil er es kann.

 

Ein Tropfen Wasser reicht schon aus.

 

Mit Gottes Wort wird Taufe d’raus.

 

 

 

3.                   Gott putzt von innen meine Seele.

 

Gott räumt mein Leben richtig auf.

 

Damit auf Dauer mir nichts fehle,

 

ordnet er meinen Lebenslauf.

 

Gott kleidet mich mit Glauben ein.

 

Er zieht mich an. Er macht mich fein.

 

 

 

4.                   Gott sagt mir zu auf seine Weise:

 

„Du bist jetzt mein geliebtes Kind!“

 

Ich hör die Stimme stark und leise,

 

und mich umgibt ein frischer Wind.

 

Ab jetzt erfüllt mich Gottes Geist,

 

der mir den Weg zum Himmel weist.

 

 

 

5.                   Gott sagt mir zu, er wird nicht weichen.

 

Er bleibt bei mir, bin ich verletzt.

 

Das Kreuz wird mir zum Lebenszeichen,

 

ein „Plus“, das Jesus für mich setzt.

 

Die Taufe zeigt mir dieses „und“:
ich bin mit Gott in einem Bund.

 

 

 

6.                   Ich tauche ein in die Gemeinde.

 

Familie gibt es jetzt weltweit.

 

Gott trägt uns auf: Liebt auch die Feinde,

 

sucht Freunde für die Ewigkeit!

 

Die Taufe ist die Tür für mich.

 

Jesus schließt auf, Gott öffnet sich.      

 

Martin Becker

 

 

( 7 )             Trotz - Lied

 

 

 

1.               Trotz der Wunden,  die das Leben mir brachte,

 

            trotz der Verletzungen,  die ich erfuhr,

 

            liebe ich das Leben,  liebe ich die Liebe,

 

            liebe ich dich sehr,  Herr,  Jesus Christ.

 

 

 

2.               Trotz des Leidens,  das die Welt ringsum zeichnet,

 

            trotz aller Krankheiten,  die ich erlitt,

 

            glaube ich an Wunder,  glaube ich an Heilung,

 

            glaube ich an dich,  Herr,  Jesus Christ.

 

 

 

3.               Trotz der Zweifel,  die mich ins Schwanken brachten,

 

            trotz des kleinen Glaubens,  der in mir lebt,

 

            vertraue ich der Gnade,  vertraue ich den Worten,

 

            vertraue ich auf dich,  Herr,  Jesus Christ.

 

 

 

4.               Trotz der Bosheit,  die aus meinem Herz sprudelt,

 

            trotz Lieblosigkeiten, täglich verteilt,

 

            hoffe ich auf Güte,  hoffe ich auf Gnade,

 

            hoffe ich auf dich,  Herr, Jesus Christ.

 

 

 

5.               Trotz der Götter,  die die Menschen sich setzen,

 

            trotz des Egoismus,  der mich erdrückt,

 

            baue ich auf Buße,  baue ich auf Treue,

 

            baue ich auf dich,  Herr, Jesus Christ.

 

 

 

6.               Weil du da bist,  in jeder Lebenslage,

 

            weil du mich trotzdem liebst, trotz alle dem,

 

            trotze ich dem Leiden, trotze ich den Zweifeln,

 

            trotze ich mir selbst - und glaub an dich.

 

 

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

 

 

( 8 )             Glaubensbekenntnis

 

 

 

1.                Ich glaube an Gott,

 

            unsern Vater.

 

            Ich glaube an Gott.

 

            Er ist mächtig.

 

            Ich glaube an Gott.

 

            Er ist Schöpfer

 

            vom Himmel und der Erde.

 

 

 

2.            Ich glaube dem Herrn

 

            Jesus Christus.

 

            Er ist Gottes Sohn

 

            -  und Marias,

 

            echt Mensch und echt Gott,

 

            unser Bruder.

 

            Sein Geist wirkt hier und heute.

 

 

 

3.            Er heilte und half

 

            Leib und Seele.

 

            Er sprach stark und klar,

 

            wahr und kräftig.

 

            Er feierte gern

 

            Gott zur Ehre

 

            mit Sündern und mit Freunden.

 

 

 

4.            Er wurde gehängt,

 

            ge - kreuzigt,

 

            für unsere Schuld

 

            ge - storben,

 

            war im Totenreich

 

            be - graben.

 

            Er hat furchtbar gelitten.

 

 

 

5.            Gott hat ihn erweckt

 

            von den Toten.

 

            Er lebt unter uns

 

            auferstanden.

 

            Im Himmel thront er,

 

            um zu richten

 

            mit Liebe und mit Gnade.

 

 

 

6.            Ich traue dem Geist.

 

            Er ist heilig,

 

            der Trost und Kraft gibt

 

            in den Kirchen,

 

            der eint und begabt

 

            alle Christen.

 

            Er weckt in uns das Leben.

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 9 )             Allein der Glaube!

 

 

 

1. Allein  der Glaube!

 

Allein, dass ich nichts leisten muss,

 

alleine durch Vertrauensschluss,

 

allein die Liebe zählt! Ich kann mich fallen lassen.

 

Das macht mich glücklich, macht mich selig, führt zu Gott.

 

 

 

2. Es sind nicht Taten!

 

Es reicht nicht hilfsbereit zu sein

 

Und immer nett, aktiv und fein.

 

Es reicht nicht, dass ich alles gebe für die Armen,

 

wenn mich nicht Gottes Liebe durch das Leben trägt.

 

 

 

3. Allein die Gnade!

 

Allein, dass Jesus mich so liebt,

 

allein, dass Gott mir Segen gibt,

 

allein, dass Gottes Geist mich trägt und spürbar leitet,

 

das lässt mich leben, macht mich dankbar, macht mich froh!

 

 

 

4. Nicht die Gesetze.

 

Ich mach’ nicht allen alles recht.

 

Ich mach’ auch Fehler und bin schlecht.

 

Mich macht es klein und eng, wenn ich gesetzlich werde,

 

wenn nicht die Gnade Gottes vor dem Recht ergeht.

 

 

 

5. Alleine Christus!

 

Allein, dass Jesus für mich starb,

 

allein, dass er mein Heil erwarb,

 

allein, dass er uns Gott durch seine Liebe zeigte,

 

macht ihn zum Heiland und zum Helfer in der Not.

 

 

 

6. Nicht mal die Kirche,

 

ist sie auch noch so schön und groß,

 

sitz’ ich auch tief in ihrem Schoß,

 

es sind doch Menschen, die sie leiten und gestalten.

 

Sie ist es nicht, die hier bestimmt, wer selig wird.

 

 

 

7. Allein die Bibel!

 

Sie ist das wahre Gotteswort.

 

Sie ist die Richtschnur und der Ort,

 

in der uns Gottes Geist sich zeigt und auch entfaltet.

 

Dort find ich alles, was ich wissen muss von Gott.

 

 

 

8. Nicht Menschenworte,

 

nicht irgendeine Tradition,

 

auch keine Organisation,

 

kann mir mein Heil und meine Seligkeit verschaffen,

 

wenn sie nicht gründen in den Zusagen von Gott.

 

 

 

9. Heute und Morgen

 

und bis in alle Ewigkeit

 

nimmt Gott sich für die Menschen Zeit.

 

Er macht sie frei in ihrem Leben, Denken, Handeln

 

allein durch Glaube, Gnade, Christus und sein Wort.

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 10 )             Ich kann mich so schwer entscheiden

 

 

 

1.             Ich kann mich so schwer entscheiden;

 

Will ich Wasser oder Bier?

 

Wie oft steh ich zwischen beiden.

 

Ich befind mich zwischen mir!

 

Will ich jetzt die Zeitung lesen

 

oder lieber doch ein Buch?

 

Soll ich laufen oder fahren?

 

Ist das Segen oder Fluch?

 

 

 

2.             Ich will Kino und Theater.

 

Ich will Ruhe und auch Sport.

 

Ich bleib gern bei mir zu Hause

 

und bin gern am andern Ort.

 

Jedes mal muss ich entscheiden,

 

und das kostet große Kraft.

 

Was ist jetzt für mich das Beste,

 

was Befriedigung mir schafft?

 

 

 

3.             Will ich schlafen oder aufstehn?

 

Hab ich Hunger oder Durst?

 

Meistens sind es Alltagsfragen:

 

Will ich Käse oder Wurst?

 

Kann mir jemand bitte sagen:

 

Was soll ich denn nur mal tun?

 

Soll ich dieses oder jenes?

 

Soll ich laufen oder ruhn?

 

 

 

4.             Ich bin selber der Entscheider,

 

zwischen Klassik oder Pop.

 

Mein Problem ist: Ich will beides;

 

Ich will hopp, sowohl als topp.

 

Irgendwas bleibt auf der Strecke.

 

Irgendwas lass ich zurück.

 

Ist es richtig, was ich tue?

 

Welches ist das beste Stück?

 

 

 

5.             Wohin geht die Urlaubsreise?

 

Lieber Berge oder Meer?
Soll ich buchen oder warten?

 

Und schon schwank ich hin und her.

 

Ich bin dankbar, ich darf wählen.

 

Doch oft ist es Qual der Wahl.

 

Ich steh hilflos und alleine

 

vor dem Supermarktregal.

 

 

 

6.             Manchmal hilft auch die Beratung.

 

Ich spiel Wappen oder Zahl.

 

Ich lass alles einfach stehen

 

oder kauf es auf einmal.

 

::      Je nachdem, wie ich entscheide,

 

hinterher ist’s meistens gut.

 

An der nächsten Straßenecke

 

braucht Entscheidung  -  neuen Mut. ::                       

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 11 )             Öffne mein Ohr

 

 

 

1.             Öffne mein Ohr für die leisen Töne.

 

            Öffne mein Ohr für dein gutes Wort.

 

            Öffne mein Ohr für das ewig Schöne.

 

            Öffne mein Ohr, treib die Zweifel fort.

 

Dass ich höre, was du sagst.

 

Dass ich ahne, wie du denkst.

 

Dass ich glaube, was du meinst.

 

Dass ich tue, was du willst.

 

 

 

2.             Öffne mein Herz für dein stilles Handeln.

 

            Öffne mein Herz, wirke du in mir.

 

            Öffne mein Herz, du kannst es verwandeln.

 

            Öffne mein Herz, denn ich schenk es dir.

 

Dass ich glaube, was du sagst.

 

Dass ich tue, was du willst.

 

Dass ich liebe, wie du selbst.

 

Dass ich hoffe mehr und mehr.

 

 

 

3.             Öffne den Geist für Gebet und Stille.

 

            Öffne den Geist, breite Weisheit aus.

 

            Öffne den Geist, schenk mir Gottes Wille.

 

            Öffne den Geist, heilig sei dies Haus.

 

Dass ich fühle, wo Not sitzt.

 

Dass ich spüre, wie du wirkst.

 

Dass ich merke, wer mich braucht,

 

Dass ich lerne, was dich ehrt.

 

 

 

4.             Öffne den Mund mir mit sanften Worten.

 

            Öffne den Mund mir mit rechtem Ton.

 

            Öffne den Mund mit Lob allerorten.

 

            Öffne den Mund mit des Schweigens Lohn.

 

Dass ich tröste, wo ich kann.

 

Dass ich heile, wo es geht.

 

Dass ich rede, wo ich muss.

 

Dass ich segne, wo man’s braucht.

 

 

 

5.             Öffne mein Ohr für die leisen Töne.

 

            Öffne mein Herz für das Leben hier.

 

            Öffne den Geist für das ewig Schöne.

 

            Öffne den Mund, klinge du in mir.

 

 

 

Martin Becker

 

 

 

( 12 )             Gott vertraut

 

1.             Ihr seid vertraut             und traut euch was,

 

das kostet Mut,            macht trotzdem Spaß.

 

Vor Gott und Welt            sagt ihr das „Ja!“,

 

dass jeder weiß:            Ihr seid ein Paar.

 

 

 

2.             Noch mehr als dies,   dass ihr euch traut,

 

ist es der Herr,             der auf euch baut.

 

Er traut euch zu,             dass ihr euch liebt.

 

Er ist es, der                        den Segen gibt.

 

 

 

3.             Und er vertraut             euch etwas an,

 

was man sich selbst            nicht geben kann:

 

Sein Ebenbild                        traut er euch zu.

 

Erkennt in ihm            das „Ich“ und „Du“.

 

 

 

4.             Gott gibt den Mensch dir an die Hand,

 

mit dem du gehst            zum Himmelsland.

 

Die Liebe schönt!             Gebt auf sie acht!

 

Wer glaubt ist treu.             Singt froh und lacht!

 

 

 

5.             Die Liebe wächst.            Manchmal entsteht           

 

ein neuer Mensch,             der mit euch geht.

 

Am Schöpfungsakt            gibt Gott euch teil.

 

In Kindern spürt             ihr Gottes Heil.

 

 

 

6.             Bei Liebe ist            Gott gar nichts fremd.

 

Gott sieht ins Herz,            schaut unters Hemd.

 

Versteckt euch nicht, seid schamlos frei.

 

Lernt doch von Gott, was Liebe sei.

 

 

 

7.             Gott traut euch zu,            euch treu zu sein.

 

Brecht weder aus,            noch sonst wo ein.

 

Was ihr zerbrecht,             das heilt nur schwer.

 

Was ihr vergebt,            das heilt der Herr.

 

 

 

8.             Gott glaubt an euch      und euer Wort.

 

Sein „Ja!“ geht mit            an jeden Ort.

 

Bleibt im Gebet!             Gott ist bereit.

 

Sein Segen gilt            für alle Zeit. 

 

mit seiner Zeit..., mit eurer Zeit..., in Ewigkeit...,

 

                  Martin Becker

 

 

( 13 )             Geh aus - Im Garten

 

(Kein Lied für Allergiker!)

 

 

 

1.             Weil die Natur uns glücklich macht

 

und wegen all der Blütenpracht

 

erklingt sie als Sonate

 

für uns als Lied von Feld und Flur

 

voll Landlust und als Garten-Kur:

 

die „Blumenstrauß-Kantate“.

 

 

 

2.             Scharfgabe, Mohn und Lerchenkraut, -

 

wenn Gott an seinem Garten baut,

 

dann sät er Margeriten.

 

Er liebt den gelben Löwenzahn,

 

pflanzt Phlox und Rhododendren an

 

und Iris wächst inmitten.

 

 

 

3.             Vergissmeinnicht und Hahnenfuß,

 

die Akelei wächst Gott zum Gruß,

 

im Sumpf die Dotterblume.

 

Der Apfelbaum, die Kirschen blüh‘n.

 

Die Vielfalt zeigt sich in dem Grün,

 

bedeckt die dunkle Krume.

 

 

 

4.             Lavendel wiegt sich in der Luft,

 

auch Pfefferminz strömt seinen Duft,

 

Melisse, sowie Flieder.

 

Sie locken Mensch und Tier heraus,

 

verbreiten Wohlgeruch im Haus,

 

Kamille weckt die Glieder.

 

 

 

5.             Auch Arnika und Sonnenhut

 

tun Leib und Seele richtig gut.

 

Es heilt die Ringelblume.

 

Salbei, sowie Brennnesseltee

 

verhindern manches „Ach und Weh“

 

und dienen Gott zum Ruhme.

 

 

 

6.             Die Nachtkerze lockt Falter her.

 

Dem Gänseblümchen fällt’s nicht schwer,

 

Insekten sich zu zeigen.

 

Narzissus und die Tulipan

 

zieh’n Bienen und auch Hummeln an.

 

Die Mücken tanzen Reigen.

 

 

 

7.             Ob Schlüsselblume oder Gras, -

 

entfaltet oder regennass –

 

sind eine Augenweide.

 

Die Schöpfung zeigt sich farbenreich.

 

Kein Blatt ist einem andern gleich.

 

Wer bleibt dabei ein Heide?

 

 

 

8.             Die Erika zeigt lila Kleid.

 

Jasmin hält ihren Duft bereit.

 

Hübsch macht sich Anemone.

 

Sehr weiblich wirkt Veronika,

 

Melissa und die Dahlia.

 

Die Flora ist nicht ohne.

 

 

 

9.             Mit Kornblumen und Lungenkraut

 

hat Gott das Paradies gebaut,

 

mit Pfirsichen und Rosen,

 

Magnolien oder Immergrün,

 

auch Butterblumen zahlreich blüh’n,

 

Maiglöckchen und Mimosen.

 

 

 

10.             Mach in mir deinem Geiste Raum,

 

dass ich dir werd ein guter Baum

 

und lass mich Wurzel treiben.

 

Verleihe, dass zu deinem Ruhm

 

ich deines Gartens schöne Blum

 

und Pflanze möge bleiben.

 

 

 

Martin Becker

 

Nach der Melodie von „Geh aus mein Herz und suche Freud…“

 

Text: Paul Gerhard; Melodie: August Harder

 

Die letzte Strophe ist aus dem Lied EG 503 der 14.Vers.